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Die Power der Kokosnuss: Alles über unsere Lieblingsfrucht

Schneeweißer Sand, funkelndes Meer und Kokospalmen, deren Blätter sanft in der salzigen Brise rascheln: Karibik-Feeling pur. Aber wusstest du, dass die Kokosnuss erst vor rund fünfhundert Jahren ihren Weg an den Karibikstrand fand?

Die Weltreise der Kokospalme beginnt im Jahr 1498, als der portugiesische Seefahrer Vasco da Gama von einer Fahrt über den Indischen Ozean zurückkehrt. Im Gepäck hat er eine faustgroße Nuss, die er auf seinen Reisen einem arabischen Händler abgekauft hat. Was er nicht weiß: Erstens ist das gar keine Nuss und zweitens wird diese Frucht schon bald zu den wichtigsten Exportprodukten der Neuen Welt zählen.

Wo kommt die Kokosnuss her und wie wird sie angebaut? Begleite uns in diesem Beitrag auf eine Reise durch die abenteuerliche Kulturgeschichte der Kokosnuss und erfahre, welche Inhaltsstoffe die exotische Frucht zu einem echten Kraftpaket machen.

Die Erfolgsgeschichte einer Nuss, die eigentlich gar keine ist

Streng genommen zählt die Kokosnuss zu den Steinfrüchten und ist damit einer Kirsche oder einem Pfirsich ähnlicher als einer Haselnuss. Was jedoch seit Vasco da Gamas Zeiten Verwirrung stiftet, ist der ungewöhnliche Aufbau der Kokosfrucht. Immerhin müssen wir nicht eine, sondern gleich drei Schalen entfernen, um an ihr süßes Fruchtfleisch zu gelangen.

Die äußerste Faserschicht ist dünn, ledrig und wasserdicht. Sie schützt eine zweite, dickere Faserschicht, die so leicht ist, dass die Kokosfrucht immer oben schwimmt. Diese beiden äußeren Schichten werden meistens direkt nach der Ernte entfernt. Darunter kommt die raue, harte Fruchtschale zum Vorschein, die wir aus dem Supermarkt kennen und die eindeutig an eine Nuss erinnert.


Wie die Kokosnuss in die Karibik kam

Forscher gehen davon aus, dass die ersten Kokosnüsse vor rund 3.000 Jahren auf Pazifik-Inseln angebaut wurden und sich von dort aus übers Meer verbreiteten. Teils, weil Seefahrer sie auf ihre Reisen mitnahmen – teils aber auch, weil Palmen nahe am Meer standen und Früchte im Wasser davontrieben.

Dank ihrer einzigartigen dreifachen Schutzhülle ist Kokosnuss seit jeher eine echte Weltenbummlerin, die über Wochen hinweg unbeschadet im salzigen Meerwasser treiben kann. Wird sie an Land gespült, werden die drei charakteristischen Löcher in der Schale zu Sollbruchstellen, durch die sich der Keim einen Weg an die Sonne bahnt.

Da die Kokosnuss eine Umgebungstemperatur von mehr als 20 Grad braucht, um auszutreiben, blieb sie allerdings nicht lange in Europa. Die Kolonialmächte hatten das Potenzial der Frucht schnell entdeckt und begannen im 16. Jahrhundert damit, in den Tropen Plantagen anzulegen. So fand die Kokosnuss an weißen Stränden und in dichten Urwäldern rund um den Globus ideale Wachstumsbedingungen – und wurde heimisch.

Kleine Plantage, große Bedeutung: Kokosnussanbau heute

Weltweit werden pro Jahr rund 60 Millionen Tonnen Kokosnüsse produziert. Die wichtigsten Anbaugebiete sind Indonesien, Indien, Sri Lanka und die Philippinen, doch auch in den tropischen Gebieten Afrikas und Lateinamerikas finden wir üppige Kokospalmen.

Im Gegensatz zu Baumwolle oder Palmöl wird Kokos allerdings nur selten auf Großplantagen angebaut. Bis heute wächst der Großteil aller Kokosnüsse auf dem Land von Kleinbauern, die einen Teil ihrer Ernte selbst verbrauchen und den Überschuss verkaufen. Die meisten verwenden dabei traditionelle Anbaumethoden.

Das bedeutet, dass sie auf Pestizide sowie auf künstliche Düngemittel verzichten und noch immer von Hand ernten. Dafür binden die Kokosfarmer Sicheln an lange Stöcke und schneiden die Früchte vom Baum. Das funktioniert aber nur bis zu einer Höhe von etwa zehn Metern. Hängen die Kokosnüsse noch weiter oben, hilft nur eines: eine schwindelerregende Kletterpartie.

 

Kokosnuss Öl und andere wohltuende Kokosprodukte - HiCoco

Aus der Kokosnuss lassen sich zahlreiche Produkte herstellen.

Auch das zertifizierte Bio-Kokosöl, das du von Tanning Oil bis Self-Tanning Mousse in allen Bräunungsmittel von HiCoco findest, stammt aus traditionellem, nachhaltigem Anbau. Wir haben uns dabei für Kokosnüsse von den Philippinen entschieden, weil die Farmer dort seit jeher eine besonders schonende Trockenpressmethode einsetzen, die sowohl die pflegenden Vitamine als auch den himmlischen Duft nach Kokosnuss erhält.

Was die Kokospalme zum Allround-Talent macht

Im Grunde ist die Kokospalme ein Zero-Waste-Baum: Alles an ihr findet früher oder später Verwendung. Das beginnt bereits bei der schützenden Faserhülle, die die Frucht umgibt. Kokosfasern eignen sich nicht nur als Füllmaterial für Matratzen oder als Dämmstoff für den Hausbau, sondern können auch zu Matten gewebt oder zu Seilen verarbeitet werden. Tatsächlich waren starke Schiffstaue aus Kokosfaser einer der Hauptgründe dafür, dass die Kolonialmächte den Anbau der Kokosnuss so stark vorantrieben.

Ist die Faserhülle verarbeitet, ist die Schale an der Reihe. In ihren Herkunftsländern stellt sie das Ausgangsmaterial für zahlreiche Alltagsgegenstände und traditionelles Kunsthandwerk dar. Außerdem erfreut sich Grillkohle aus Kokosschalen zunehmender Beliebtheit: Sie brennt bis zu dreimal länger als Holzkohle und erzeugt nur wenig Rauch.

Bevor wir uns der Frucht zuwenden, sollten wir außerdem einen Blick auf den Stamm der Kokospalme werfen: Er ist voll von süßem Palmsaft, der eigentlich als Nährstoff für Blüten dient. Schneidet man die Blütentriebe jedoch ab, kann der Saft ähnlich wie Ahornsirup aus dem Stamm geleitet, aufgefangen und zum sogenannten Kokosblütenzucker eingekocht werden.

So gesund ist die Kokosnuss

Was wir im Inneren einer Kokosnuss vorfinden, hängt stark davon ab, wie reif sie ist. Junge Früchte sind voller Kokoswasser, aus dem erst im Lauf der Zeit Fruchtfleisch entsteht. 

Kokoswasser ist steril und muss im Gegensatz zu Brunnenwasser vor dem Verzehr nicht gekocht werden, um eventuelle Keime abzutöten. In vielen Anbauländern deckt die Kokosnuss daher einen beträchtlichen Teil des täglichen Trinkwasserbedarfs.

Gleichzeitig ist Kokoswasser reich an Kalium. Dieser Mineralstoff hilft dem Körper dabei, nach anstrengender, schweißtreibender Arbeit seinen Elektrolythaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Kein Wunder also, dass auch immer mehr Sportler auf die erfrischende Wirkung der Kokosnuss schwören.

Coco-Drink: Erfrischung in der Sonne - HiCoco

Kokoswasser ist reich an Mineralien. Das macht es zu einem beliebten Getränk nicht nur in den Anbauländern der exotischen Frucht.

Mit zunehmender Reife verliert die Kokosnuss zwar an Leichtigkeit, gewinnt dafür aber deutlich an Gehalt: Ihr Fruchtfleisch ist reich an sättigenden Ballaststoffen, arm an Kohlenhydraten und obendrein voller Vitamine.

Besonders stark vertreten sind dabei die Vitamine der B-Gruppe. Sie bringen vor allem den Stoffwechsel in Schwung und stärken die Leistungsbereitschaft. Zu ihnen gehört aber auch Biotin, besser bekannt als Vitamin B7. Dass es in Kokosnüssen in besonders hoher Konzentration enthalten ist, macht unsere Lieblingsfrucht zum schmackhaften Beauty-Geheimnis: Neben dem Stoffwechsel fördert Vitamin B7 vor allem das Wachstum gesunder Haare, Haut und Nägel.

Hinzu kommt, dass das Fruchtfleisch einer reifen Kokosnuss zu etwa einem Drittel aus Fett besteht. Das macht Kokoschips, Kokosmus und Co. zwar zu vergleichsweise kalorienreichen Snacks, verleiht der Frucht aber auch ihre intensive Pflegewirkung. Einen Großteil des Fetts macht nämlich Laurinsäure aus, eine gesättigte Fettsäure, die Haut und Haaren nicht nur Feuchtigkeit spendet, sondern dank ihrer antimikrobiellen Eigenschaften auch schützend und hautberuhigend wirkt.

Hol dir die volle Kokos-Power nach Hause

Hast du schon einmal selbst eine Kokosnuss geknackt? Das ist viel leichter als es klingt: Du brauchst eigentlich nur einen Hammer und einen Schaubenzieher, der dir als Meißel dient. Ein, zwei kräftige Schläge und schon hast du ein kleines Stück Karibik zuhause, das dich mit zur Erkundung mit allen Sinnen einlädt.

Frisches Kokoswasser ist nicht nur an heißen Tagen ein toller Durstlöscher, sondern auch ideal, um deinen Körper nach einem anstrengenden Workout mit Mineralien zu versorgen. Außerdem ist das Fruchtfleisch ein gesunder Snack, den du nicht nur frisch knabbern, sondern auch einfach raspeln und trocknen kannst. Oder du legst es über Nacht in Wasser ein, pürierst die Mischung am nächsten Tag und genießt deinen selbstgemachten Kokosdrink – pur oder im Kaffee.

Und wer weiß: Vielleicht findest du ja auch den einen Samen, der sich in jeder Kokosnuss versteckt, und startest auf deiner Fensterbank die nächste Etappe in der langen und lebhaften Geschichte der Kokospalme.


Titelbild von Louis Hansel. Weitere Bilder von Tijana Drndarski und Mihai Coman.

 

Hannah Doths ist Redakteurin bei inara scheibt.

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Hannah Doths ist Onlineredakteurin bei inara schreibt. Texte mit Aussagekraft sind ihr Spezialgebiet. Mit Adleraugen macht sie jeden noch so kleinen Fehler ausfindig und garantiert Qualität mit einem einzigartigen Twist.

 

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